Haus vom Dachgarten

      

Aktuelles und Informatives

 


Kaffeetrinken und philosophieren

Residenz Humboldthöhe setzt Maßstäbe im Vallendarer Veranstaltungskalender

Das Rezept für das Philosophische Café in der Residenz Humboldthöhe hat nur die besten Zutaten: Man nehme aussagekräftige Zitate, einen klugen Philosophen und hochmotivierte und diskussionsfreudige Bewohner und Besucher. Zu Gast war der Bonner Philosoph Markus Melchers.

Heute stellte man sich der Frage: Wenn jeder an sich denkt, ist dann an alle gedacht ? Gedanken zu Egoismus und Gemeinwohl.

So vollbesetzt wie an diesem Dienstagnachmittag war der große Clubraum in der Residenz noch nie. Eine ganze Reihe von weiteren Stühlen mussten herbei geschafft werden, damit jeder einen Sitzplatz hatte. Ab 14.30 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen und ab 15.30 Uhr geht es für neunzig Minuten an die philosophische Kost. Die Begrüßung des Gelehrten und der Gäste übernahm diesmal die Bewohnerin Gisela Kanter. Mitzudiskutieren ist beim philosophischen Café keine Pflicht. Man kann auch einfach nur zuhören und staunen auf welche gedanklichen Spuren man selber und andere kommen. Gäste von außerhalb sind herzlich willkommen und von dieser Möglichkeit machen immer mehr Besucher Gebrauch. Dabei ist es noch nicht einmal nötig mit dem eigenen Auto zu kommen. An Philosophienachmittagen steht der Hausbus für einen Transfer der Gäste kostenfrei bereit.

Egoismus ist ein notwendiger Schritt in der Entwicklung des Menschen

Wie immer gab Melchers den Gesprächsimpuls durch Zitate von Philosophen und führte freundlich und gekonnt durch die Diskussion. Man stellte verschiedene Thesen auf, entwickelte sie weiter, verwarf diese und formulierte neu. Egoismus sei ein notwendiger Schritt in der Entwicklung eines Kindes und wichtig zur Entwicklung zum Eigenbewußtsein. Die Erziehung forme und lenke dann weiter. Ist es egoistisches Handeln, wenn alle meine Handlungen nur stattfinden, wenn sie mir einen Vorteil verschaffen ? Das soziale Umfeld spiele wohl auch eine Rolle, um sich selbst und anderen gerecht zu werden. Der Mensch ist auf seine Gruppe bezogen und die kleinste Gruppe ist die Familie. Er möchte, dass es seiner Gruppe gut geht und handelt dementsprechend. Wer selbstbezogen denkt und handelt, ist in der Lage sich besser durchzusetzen. Das liege wohl in der Natur des Menschen und sichere sein überleben. So ist Egoismus wohl positiv und auch negativ zu bewerten; auch hat das menschliche Phänomen etwas mit Neid zu tun. Eine Selbstbezüglichkeit, die den anderen nicht im Blick hat, kommt dem negativen Egoismus wohl nahe.

Erziehung und kulturelle Faktoren steuern den natürlichen Egoismus

Der Mensch habe ein Bewusstsein von sich selbst. Egoismus setze somit ein zielgerichtetes Handeln vor und richtet sich ausschließlich auf das eigene Wohl. Eine gewisse Form von Egoismus, so stellte man fest, sei nützlich und gut. Wenn alle danach streben Anderen nützlich zu sein, sei dies nützlich für alle. Ein negativer Egoismus gehe zu Lasten Dritter. Das brachte den Begriff der Egozentrik ins Gespräch. Egozentrisch handle der, dessen alles Tun nur seinen eigenen Interessen nützt und steigere sich noch dahin, wenn das Handeln auf Kosten anderer ginge. Der Egoismus liege wohl in den Genen und diene der Selbsterhaltung. Erziehung und kulturelle Faktoren steuern diesen natürlichen Egoismus. Natürlicher Egoismus zeichne sich auch dadurch aus, dass der Mensch bereit ist, etwas für seine Gruppe zu tun, ohne direkt daraufhin eine Gegenleistung zu erwarten und zu bekommen. Dem Mensch sei die Bereitschaft zur Kooperation angeboren – um Ziele zu erreichen ist eine Zusammenarbeit wichtig. Somit gebe es wohl ein Egoismus, den niemand schädigt – eine Selbstsorge sozusagen. Das geschieht, um in der Lage zu sein für sich alleine sorgen zu können und auf sich Selbst zu achten. Egoismus, so stellten die Caféhausgäste fest und die Bändigung des genetisch bedingten Egoismus, geschehe durch Erziehung. Philosoph Markus Melchers erzählt aus einem Werk von dem Philosophen Immanuel Kant (1724 – 1804). Dieser stellte fest: „Der Egoismus kann logisch oder ästhetisch oder praktisch sein. Der logische Egoist hält es für unnötig, sein Urteil auch am Verstande anderer zu prüfen, gleich als ob er dieses Probiersteins nicht bedürfe. Der ästhetische Egoist ist derjenige, dem sein eigener Geschmack schon genügt. Endlich ist der moralische Egoist der, welcher allen Zweck auf sich selbst einschränkt, der keinen Nutzen worin sieht, als in dem, was ihm nützt.“ (Eisler, Kant-Lexikon S. 102, Berlin 1930)

Markus Melchers fasste die Thesen, die von den Caféhausgästen in den eineinhalb Stunden entwickelt wurden, nachvollziehbar und verständlich zusammen und verabschiedete sich mit einem weiteren Kantzitat: „Dem Egoismus kann nur der Pluralismus entgegengesetzt werden, d. i. die Denkungsart, sich nicht als die ganze Welt in seinem Selbst befassend, sondern als einen bloßen Weltbürger zu betrachten und zu verhalten.“

Der Eintritt ist frei. Gäste sind herzlich willkommen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen erhalten Sie von Dagmar Hett – Telefon: 0261 - 64030

 

15. August 2017


Nahrung für den Kopf

Philosophisches Café in der Residenz Humboldthöhe nahm Thema Langeweile in den Focus

Einmal monatlich öffnet in der Residenz Humboldthöhe das Philosophische Café seine Pforten.

„Unser Philosophisches Café ist offen für jedermann. Wir freuen uns über Besucher von außerhalb. Diese können sogar an den Caféhaustagen kostenlos unseren Hausbus zur Residenz nutzen“, so Dagmar Hett, die Veranstaltungsleiterin der Residenz Humboldthöhe. Sie begrüßte ganz herzlich Markus Melchers. Der Philosoph betreibt in Bonn eine philosophische Praxis. Das Caféhausthema an diesem Dienstag: Langeweile.

„Nichts ist dem Menschen so unerträglich, wie im Zustand einer völligen Ruhe zu sein, ohne Leidenschaft, ohne Tätigkeit, ohne Zerstreuung, ohne die Möglichkeit sich einzusetzen“, mit diesen Worten zitierte Markus Melchers den Philosophen Blaise Pascal. Der französische Mathematiker, Physiker, Literat und Philosoph lebte von 1623 bis 1662 und wurde somit noch nicht einmal vierzig Jahre alt. Es folgten zwei weitere Zitate als Gesprächsimpuls. Mit den Worten „Wenn sie den Arm heben, wissen wir, dass Sie etwas zu sagen haben haben“, eröffnete Melchers die Gesprächsrunde, die schnell lebhaft wurde. Sich am Gespräch zu beteiligen ist im Café nicht Pflicht. Auch gibt es Gäste, die interessiert zuhören und wertvolle Impulse mit nach Hause nehmen.

Langeweile ist negativ besetzt und ein unangenehmes Gefühl

Nach und nach trugen die Caféhausbesucher Erfahrungswerte und Erinnerungen zusammen. Langeweile ist negativ besetzt und ein unangenehmes Gefühl und unterscheidet sich vom entspannenden Nichtstun, von der Pause. Nichtstun kann man genießen, in Muße, es sei denn, man möchte handeln und wird daran gehindert. Die Zeit spielt anscheinend auch eine Rolle, sie wird als zu lang empfunden. Wenn man sich wünscht und hofft, dass ein Zustand schnell zu Ende geht, kommt das Gefühl der Langeweile auf. Schnell wurden Kindheitserinnerungen wach. Als Kind habe man Langeweile gekannt, jetzt als älter werdender Mensch eher nicht, ist das so? Vermutlich, so Philosoph Melchers habe man gelernt, damit umzugehen. So ist es wohl ein Prozess, den ein Kind zum Leben lernen muss, damit es als Erwachsener mit dem Alleinsein, mit dem Warten auf etwas, mit dem erarbeiten von Dingen, die man braucht, zurechtkommt. Langeweile lässt Kinder kreativ werden und ist somit ein Lernfeld für das Leben. Man lernt, einen guten Umgang mit sich selbst zu finden.

Je mehr man vom Leben und der Welt weiß, je weniger Langeweile mag empfunden werden

Pausen kann man planen, Langeweile nicht und somit könne man Langeweile wohl beschreiben als ein Desinteresse am derzeitigen Zustand. Das Gefühl der Langeweile kann jedoch auch aufkommen, wenn man in einer Situation unterfordert ist. Je mehr man vom Leben und der Welt weiß, je weniger Langeweile mag empfunden werden. Und somit, so stellten die Caféhausgäste fest, sei wohl die Neugierde ein möglicherweise wirksames Mittel gegen Langeweile. Es mag in der Natur des Menschen liegen, sich dem Schönen und Nützlichen zu widmen. Ein aktiver Mensch kennt wohl keine Langeweile. Besinnt man sich zum Thema Langeweile, merkt man schnell, dass auch wohl eigene Erwartungen eine Rolle spielt. Denken ist wohl ein probates, bewährtes Mittel gegen das Langeweilephänomen, ein weiteres Mittel ist, sich abzulenken. Jedoch kann die Langeweile auch unerträglich werden, wenn man zum Beispiel durch Krankheit und Leiden im Tun gehindert wird. Eine selbstgewählte Pausenzeit ist entspannend und hat irgendwann ein Ende. Eine erzwungene Pause hat jedoch einen anderen Charakter. Es kann eine Hilflosigkeit entstehen, ein Ende der leidenden Situation wird nicht gesehen. Man wünscht sich nur noch, dass dieses quälende Gefühl verschwindet, Hoffnungslosigkeit macht sich breit und man ergreift gedankliche Maßnahmen, die die Stimmung erheitern oder man nutzt die Möglichkeit, so ein Caféhausgast schmunzelnd, die Gnade eines kleinen Nickerchens im Alter.

Langeweileverscheuchungsmethoden

Die zu Verfügung stehende Medienwelt tut viel, damit das Gefühl von Langeweile nicht aufkommt, ebenso die Freizeitindustrie. Was passiert, wenn plötzlich der Fernseher ausfällt, macht die Macht der Langeweileverscheuchungsmethoden anschaulich. Interessant ist, so der Philosoph Melchers, das in der deutschen Sprache der Begriff Langeweile immer mit einem Zeitfaktor in Verbindung gebracht wird. Das sei in der englischen und französischen Sprache nicht so, da spiele ein inhaltlicher Faktor eher eine Rolle und der Begriff „Langeweile haben“ steht in Verbindung mit den Begriffen Verdrießlichkeit, etwas überdrüssig sein.

Die Caféhausbesucher waren sich einig: Die letzten neunzig Minuten waren in der Tat nicht langweilig und dankten mit einem Applaus dem Philosophen Markus Melchers und der Veranstaltungsleiterin Dagmar Hett.

Das nächste Philosophische Café findet am 15. August statt. Von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr ist Gelegenheit zum Kaffeetrinken, ab 15.30 Uhr beginnt das philosophische Gespräch und damit es nicht gestört wird, werden in dieser Zeit keine Getränke serviert. Thema ist: Wenn jeder an sich denkt, ist dann an alle gedacht?

Gäste sind herzlich willkommen, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen erteilt Ihnen Dagmar Hett unter der Telefonnummer 0261 - 64030

 

18. Juli 2017


Am Donnerstag, 20. Juli 2017 gibt Dr. Kinan Jäger in seinem Vortrag um 15:30 Uhr Einblicke in die Thematik „Syrien“.

Dr. Kinan Jäger ist in Syrien geboren und im Alter von fünf Jahren nach Deutschland gekommen. Seine syrische Heimat lässt ihn nicht los und so versucht er Brücken zwischen Orient und dem Westen zu bauen. Dr. Kinan Jäger hat Ideen, die zu Frieden führen könnten und hofft, dass hierzulande Christen und Muslime mehr Verständnis füreinander entwickeln. Die Veranstaltung findet im Vortragssaal der Residenz Humboldthöhe in Vallendar statt und die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Im hauseigenen Parkhaus stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung.

Vallendarer Bürger können gerne den Hausbus der Humboldthöhe kostenfrei nutzen um zum Vortrag zu kommen.

 


Residenz Humboldthöhe ehrt die Teilnehmer des Firmenlauf

Eine schöne Sitte der Residenz Humboldthöhe ist es, dass die Teilnehmer des Münz Firmenlauf sich alle nach erfolgreich absolviertem Lauf zur Übergabe der Urkunde in gemütlicher Runde einfinden, so auch heute. Geschäftsführer Rainer Welsch begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem Gläschen Sekt im Clubraum. In seiner Ansprache wies er nochmals daraufhin, wie wichtig Sport und Bewegung im Alltag ist. Egal in welcher Zeit die Ziellinie überschritten wurde, die Läuferinnen und Läufer haben etwas für ihre Gesundheit getan. Einige Mitarbeiter sind schon seit dem ersten Lauf vor vier Jahren mit dabei, andere kamen erst neu hinzu. Alle sind sich aber einig, dass an einem regelmäßigen Lauftreff festgehalten wird. Vielleicht werden es im kommenden Jahr wieder mehr Teilnehmer, wer weiß ...

 

 Firmenlauf2017  Firmenlauf2017 2

 

11. Juli 2017


 

Kein Stress mit dem Alter – Residenz Humboldthöhe versorgt mit wertvollen Tipps

Am Dienstag war Frau de Boer, Stationspsychologin der Rhein Mosel Fachklink, zu Gast im Vortragssaal der Residenz Humboldthöhe. Das Thema „Kein Stress mit dem Alter“ stieß auf großes Interesse und fast alle Plätze waren belegt. Zu Beginn fragte Frau de Boer, welche Gedanken den Besuchern beim Lesen des Titels durch den Kopf geschossen sind. Die Antworten reichten von „ich bin neugierig, was mich erwartet“, über „ich habe Angst vor Einsamkeit“ bis hin zu „ich mache schon viel, aber vielleicht erhalte ich noch wertvolle Tipps“. Zu Beginn wies die Psychologin daraufhin, dass die persönliche Entwicklung nie aufhört. Beim Kleinkind sind diese Entwicklungsschritte natürlich offensichtlicher als beim ausgewachsenen Menschen, aber sie enden nie. Die Gerontologen Margarete und Paul Baltes entwickelten Mitte der 1980er Jahre das SOK – Modell. SOK bedeutet Selektion, Optimierung und Kompensation. Das Modell zeigt auf, wie ältere Menschen trotz zunehmender gesundheitlicher Defizite unter Einsatz der verbleibenden Fähigkeiten möglichst viel Lebensqualität erzielen können. Besonders Frauen neigen dazu, sich fortwährend überzubelasten. So wie sie es immer gemacht haben, versuchen sie auch im Alter allen Anforderungen gerecht zu werden. Wenn der Körper nicht mehr mitmacht, kann es zur Unzufriedenheit bis hin zu Depressionen kommen. Das „S“ für Selektion bedeutet, die selbst gesteckten Ziele, Erwarten, Ansprüche, Standards und Regeln zu überprüfen und dann ggf. anzupassen oder zu verändern. Das „O“ für Optimierung lässt darüber nachdenken, welche Fähigkeiten noch ausreichend vorhanden sind, um diese dann zu stärken oder zu nutzen. Das „K“ für Kompensation steht für Schaffung und Training neuer Fertigkeiten, das Suchen neuer Wege und dem Lernen neuer Bewältigungsstrategien. Wer alle diese Punkte Schritt für Schritt beherzigt muss nicht resigniert den Kopf in den Sand stecken, sondern kann damit eine hohe Zufriedenheit mit dem eigenen Leben erreichen. Wie oft hört man aus dem Mund älterer Menschen „das ist nichts mehr für mich, früher konnte ich das alles, heute leider nicht mehr“? Viel zu häufig wird in diese Richtung gedacht und viel zu wenig werden sich Gedanken darüber gemacht, wie es vielleicht mit kleiner Anpassung auch heute noch funktionieren würde. Zum Abschluss stellte Frau De Boer noch die fünf Arten des Glücks von Eckhard von Hirschhausen vor: die Gemeinschaft mit anderen suchen und genießen, den Zufall wahrnehmen, den Moment genießen, aus der Fülle schöpfen und sich selbst herausfordern. Von Hirschhausen nimmt gerne das Beispiel des Pinguins. Dachte er zunächst, was für ein armes Tier, komische Figur, zu kleine Flügel und gar keine Knie. Dann sprang der Pinguin ins Wasser und war genau dort in seinem Element. Der Körper ist ergonomisch angepasst und er schwimmt unheimlich effizient. Was bedeutet das für uns? Wenn wir in unserem Element sind, dann fühlen wir uns wohl. Also, machen wir uns auf und suchen unser Element .... Zum Schluss verteilte Frau de Boer noch fünf Bohnen für alle Anwesenden. Gemäß der Geschichte „Die Glücksbohnen“ wurden die Bewohner aufgefordert, die Bohnen in die linke Hosentasche zu stecken und wann immer am Tag uns etwas Schönes erfährt so sollen sie dafür eine Bohne von der linken in die rechte Hosentasche stecken. Abends vor dem Schlafengehen werden die Bohnen der rechten Tasche gezählt und sich dann die schönen Momente jeder einzelnen Bohne noch einmal vor Augen geführt. Auf diese Weise wird der Tag mit guten Gedanken beendet. Mit großem Applaus bedankten sich die Bewohner und Gäste bei der Psychologin. Veranstaltungsleitung Dagmar Hett dankte Frau de Boer für die wertvollen Informationen und freut sich bereits auf einen nächsten Vortrag, vielleicht zum Thema „Altersdepression“

Hier die ganze Geschichte: Es war einmal ein Bauer, der steckte jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in seine linke Hosentasche. Immer, wenn er während des Tages etwas Schönes erlebt hatte, wenn ihm etwas Freude bereitet oder er einen Glücksmoment empfunden hatte, nahm er eine Bohne aus der linken Hosentasche und gab sie in die rechte. Am Anfang kam das nicht so oft vor. Aber von Tag zu Tag wurden es mehr Bohnen, die von der linken in die rechte Hosentasche wanderten. Der Duft der frischen Morgenluft, der Gesang der Amsel auf dem Dachfirst, das Lachen seiner Kinder, das nette Gespräch mit einem Nachbarn – immer wanderte eine Bohne von der linken in die rechte Tasche. Bevor er am Abend zu Bett ging, zählte er die Bohnen in seiner rechten Hosentasche. Und bei jeder Bohne konnte er sich an das positive Erlebnis erinnern. Zufrieden und glücklich schlief er ein – auch wenn er nur eine Bohne in seiner rechten Hosentasche hatte.

Kein Stress mit dem Alter

 

11. Juli 2017


 

Ist Gelassenheit eine Frage des Alters ?

Philosophisches Café in der Residenz Humboldthöhe

Mittlerweile hat das Philosophische Café in der Residenz Humboldthöhe einen festen Platz im Vallendarer Veranstaltungskalender und erfreut sich großer Beliebtheit. Eingeladen sind nicht nur Bewohner und Gäste des Hauses, sondern alle interessierten Bürger. Übrigens ist mitdiskutieren keine Pflicht. Man kann auch nur zuhören und wertvolle Impulse mit nach Hause nehmen. Das Wort „Philosophie“ kommt aus dem Griechischen - philosophía bedeutet wörtlich „Liebe zur Weisheit“. In der Lehre der Philosophie wird versucht, die Welt und die menschliche Existenz durch Denken und Gespräche zu ergründen, zu deuten und zu verstehen.

Das besondere Café in der Residenz Humboldthöhe öffnet einmal im Monat im hinteren Teil des Restaurants seine Türen. Ab 14.30 Uhr sind Kaffee und Kuchen im Angebot. Um 15.30 Uhr gibt dann der Bonner Philosoph Markus Melchers mit einigen Zitaten aus der Literatur einen einladenden Impuls und eröffnet die Gesprächsrunde mit den Worten: „Jetzt sind Sie dran!“ Am Dienstag, den 27. Juni widmeten sich die gesprächsfreudigen Caféhausgäste dem Thema „Gelassenheit“.

Je mehr Lebenserfahrung, desto gelassener?

Schnell standen verschiedene Fragen und deren Beantwortung im Raum. Ist Gelassenheit eine Charaktereigenschaft und/oder eine Frage des Temperaments, ist sie für mich verfügbar, muss ich sie mir erarbeiten? Werde ich, sozusagen automatisch, im Laufe des Lebens, im Älterwerden gelassener? Was ist überhaupt Gelassenheit und was ist ihr Gegenstück? Gelassenheit sei wohl weder eine Frage des Charakters noch des Temperaments, wohl eher ein Teil von Lebenserfahrung, unabhängig vom Lebensalter. Obwohl es natürlich so ist, das je älter ich werde, umso mehr Lebenserfahrung ich mache – was gleichwohl nicht selbstverständlich ist. Gelassenheit ist wohl die Fähigkeit, Dinge so zu nehmen, wie sie sind.

Nun kamen neue Fragen auf. Was unterscheidet Gelassenheit von Gleichgültigkeit und Resignation? Das Phänomen der inneren Ruhe hat wohl etwas mit meinen inneren Einstellungen zu tun und ist Teil der Vernunft. Immer hat Gelassenheit mit dem anderen Menschen zu tun. Es gibt Dinge, zum Beispiel Naturgesetze, die ich nicht ändern kann. Wenn ich im Regen spazieren gehe, werde ich nun mal nass. Sich darüber aufzuregen nützt und ändert gar nichts. Ich habe gelernt, mich durch die passende Kleidung oder einem Regenschirm vor der Nässe zu schützen und könnte somit zum Beispiel dem warmen Sommerregen mit seinem frischen Duft sogar in Gelassenheit Positives abgewinnen. Der Mensch kann reflektieren und Dinge von einem anderen Blickwinkel sehen. Er könne sich fragen: Was macht diese Situation mit mir? Insoweit könne sich der Mensch wohl eine Gelassenheit antrainieren. Anscheinend ist es so, dass der Mensch sich einen Plan machen kann, dessen Ziel es ist, gelassen zu sein und zu reagieren. Jedoch ist es auch so, dass ich mir zwar vornehmen kann, auf etwas ohne Gefühle zu reagieren, was wiederum nicht gelingt, weil Gefühle meine ständigen Begleiter sind.

Das Vertrauen in mich selbst spielt eine Rolle auf dem Weg zur Gelassenheit

Die Frage nach der Verfügbarkeit von Gelassenheit ist auch eine Frage, in welcher Epoche der Mensch lebt. Im 16. Jahrhundert zur Zeit Martin Luthers, verstand man zum Beispiel unter Gelassenheit, das innere Freiwerden von allem, was belastet um im Inneren Platz für Gott und seine Botschaft zu schaffen. Später spielte eine Haltung von Gelassenheit in Bezug zu Mitmenschen eine Rolle und die eigene Lebensführung war wichtig. Wie verhalte ich mich zu mir selbst und der Welt, war die Frage und was gehöre zu einer guten Lebensführung?

Heute ist in aller Munde der achtsame Umgang mit sich selber und man möchte spüren, dass Gelassenheit positive Auswirkungen auf das eigene Leben hat – was ist relevant für mein Leben und was eher nicht? Muss ich beispielsweise jeden Modetrend mitmachen und muss ich so sein, wie andere es gerne hätten und von mir erwarten? Das Vertrauen in mich selbst und in meine Fähigkeiten spielt wohl auch eine Rolle auf dem Weg zur Gelassenheit. Religiöse Menschen empfinden das Leben durch die Haltung der Gelassenheit häufig als Geschenk. Das kann befreien von einem möglichen Zwang immer wieder Höchstleistung zu schaffen um gesellschaftliche Anerkennung zu erhalten. Erfolge und Misserfolge prägen das Leben und Gleichgültigkeit, Hektik, Resignation sind das Gegenteil von guter Gelassenheit, gleichwohl es keine Gelassenheitsgarantie gibt.

Neunzig Minuten praktische Philosophie

Ruckzuck ging die Lehrstunde in Praktischer Philosophie vorbei – neunzig Minuten zusammengetragene Weisheit – ein echter Gewinn für mehr Gelassenheit. Wie begonnen, so endet das Philosophische Café indem Philosoph Markus Melchers zitiert. Marie von Ebner-Eschenbach: „Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins“. Und Oscar Wilde stellte fest: „Nichts ist so aufreizend wie Gelassenheit“

 

27. Juni 2017


Lebensspirale und Gedenkfeier

Residenz Humboldthöhe lädt Angehörige von Verstorbenen ein

Im Dachgarten der Residenz Humboldthöhe findet man eine Besonderheit. Auf einer Fläche von etwa fünf Metern im Durchschnitt liegen spiralförmig angeordnet Rheinkiesel. Wie ein steinerer Weg, der zur Mitte führt, wirken die Steine, die etwa hand- bis faustgroß sind. Zwischen den Kieseln wurden hübsche Blumen gepflanzt, Rosen und Lavendel verbreiten ihren Duft. In der Mitte des Kreises findet sich ein Rosenstrauch, der von einem dekorativen Metallgebilde umgeben ist. Alles wirkt sehr dekorativ und gepflegt – Lebensspirale heißt dieses gartenbauliche Kunstwerk.

Schaut man sich die Steine genauer an, entdeckt man einen Namen und ein Datum. Wenn ein Bewohner der Residenz stirbt, holt der soziale Dienst einen passenden Rheinkiesel aus der Lebensspirale. Dann wird, wenn möglich auch mit Angehörigen oder Freunden des Verstorbenen, Name und Todestag auf diesen Stein verewigt. Jeder Stein sieht in Form, Farbe und Größe anders aus – ein schönes Symbol für die Unterschiedlichkeit und Einmaligkeit des menschlichen Lebens.

Einmal jährlich, so wie auch in der letzten Woche, sind Angehörige der Verstorbenen zu einer meditativen Gedenkfeier eingeladen. „Je schöner und voller Erinnerungen, desto schwerer die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie ein Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich“, sagte Veranstaltungsleiterin Dagmar Hett zur Begrüßung der Gäste. Im Vortragssaal stand hübsch dekoriert ein langer Tisch, geschmückt mit bunten Blumensträußen und leuchteten Kerzen. Dreiundfünfzig mit Namen und Sterbedatum versehene Rheinkiesel kuschelten sich förmlich aneinander. Dreiundfünfzig Gedenksteine für dreiundfünfzig Verstorbene von Mai 2016 bis Juni 2017. Meditative Musik war zu hören. Die Leiterin des Sozialen Dienstes, Gudrun Gast, las langsam und bedächtig die Namen der Verstorbenen, unterbrochen wurde das Gesagte durch den feinen und wohltuenden Ton einer Klangschale. Dagmar Hett zitierte aus dem Lied: Geboren um zu leben: „Es fällt mir schwer ohne dich zu leben, jeden Tag zu jeder Zeit einfach alles zu geben. Ich denke oft zurück an das, was war an jenem so geliebten Tag...“ Eine sehr feierliche und bewegende Zeremonie. „Nun möchten wir sie einladen, für ihre Verstorbenen eine Kerze anzuzünden, sie symbolisiert, dass das Licht der Seele des Verstorbenen Menschen noch leuchtet und das er unvergessen ist.“ Nach einem Moment der Stille und einem gemeinsamen Vater Unser waren die Gedenkfeiergäste eingeladen, den personalisierten Kieselstein zurück in den Park zur Lebensspirale zu bringen und ihn dort an der residenzeigenen Gedenkstätte niederzulegen. Bei einem anschließenden gemeinsamen Kaffeetrinken gab es Gelegenheit, sich miteinander auszutauschen.

Gedenkfeier

 

20. Juni 2017


Besinnen - erleben - feiern

Vatertagsparty im Park der Residenz Humboldthöhe

Gefühlt und vielleicht auch in Wirklichkeit, hat er die Größe eines Fußballplatzes, der Park auf dem Dach des Parkhauses der Residenz Humboldthöhe. Zu erreichen ist er über das zweite Obergeschoss des Hauses. Die Bewohner, Besucher und auch der Soziale Dienst nutzen die großzügigen Außenanlagen gerne zur Erholung und Entspannung und für gemeinsame Aktivitäten – so auch am letzten Donnerstag im Mai, an Christi Himmelfahrt – im Volksmund auch Vatertag genannt.

Ein plätschernder Gartenteich - Insektenhotels - Vogelhäuser - Kräutergarten und eine Lebensspirale

Wer schon einmal ein Gartenfest vorbereitet hat, weiß, wie viel Arbeit dahintersteckt. Getränke, Essen, Musik, Stühle und Tische stellen, all das braucht viele fleißige Helferinnen und Helfer. Wenn die Gäste zu dem noch einzeln aus ihren Zimmern und Wohnungen begleitet werden müssen, manche Handreichung beim Essen und Trinken nötig wird, stellt es schon einen wirklich großen Aufwand dar. Die Damen vom Sozialen Dienst der Residenz scheuen diesen jedoch nicht und das Küchenteam stellt Grillmeister und frische Speisen zu Verfügung. Im Hintergrund griff Josef Klasen in die Tasten seiner Orgel und Ernst Südhoff, ein Bewohner der Residenz Humboldthöhe, ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, ein Lied zu singen und ein Gedicht vorzutragen – dazu gehört schon eine Portion Mut. Für jeden Mann hatten die Damen vom Sozialen Dienst ein hübsch anzuschauendes Geschenk gebastelt – eine bunte Girlande, befestigt an einer Bierflasche in Form von Schlips und Kragen und der Aufschrift: Einen schönen Vatertag! Den hatten die Bewohner, Gäste und Angehörige ganz sicher.

Die Parkanlage ist mit hübschen Wegen angelegt, große Bäume spenden Schatten, zahlreiche Sitzgelegenheiten laden zum Ausruhen ein. Ein plätschernder Gartenteich reizt zur Besinnung und Beobachtung. Es gibt sogenannte Insektenhotels, Vogelhäuser, einen Kräutergarten und eine Lebensspirale. Das ist ein Gebilde aus Steinen und Pflanzen in Kreisform und erinnert an die verstorbenen Bewohner der Residenz Humboldthöhe – sozusagen die hauseigene Gedenkstätte.

 

 Vatertag 10   Vatertag

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01. Juni 2017


serata romantica-italiana

romantisch-italienischer Abend in der Residenz Humboldthöhe

Es liegt ein Duft von Tomaten, Oregano, Chianti und Montepulciano in der Luft. Ein erster warmer Frühlingsabend lässt den Tag in Gelassenheit ausklingen. Die Residenz Humboldthöhe hatte zum ersten italienischen Abend eingeladen. Das Serviceteam deckte die Tische mit entsprechenden Attributen - auf der Speisekarte standen Pizzen in unterschiedlichen Variationen – alle wurden frisch auf Bestellung von Küchenchefin Bianca Meinerz und Robert Freiherr zubereitet. Die beiden kamen ganz schön ins Schwitzen, denn die Nachfrage war groß. Zum Essen gab es leckere Getränke und natürlich echte italienische Weine.

Nur Essen und Trinken reicht nicht

Dagmar Hett, Veranstaltungsleiterin der Residenz: „Nur Essen und Trinken reicht nicht – wir wollten etwas Besonderes bieten!“ Deshalb wurde Christian Meringolo einladen. Der junge Italiener lebt in Bonn und trotz seinen jungen Jahren spielt er schon seit zwanzig Jahren Gitarre. Auf seinem musikalischen Abendprogramm standen italienische Schlager, Evergreens und Folklore der 1950er bis 1980er Jahre. Da konnte man schön mitsingen oder mitsummen: echte Wohlfühlmusik und Ohrwürmer von Adriano Celentano, Eros Ramazotti, Al Bano und Romina Power und anderen Künstlern. Wer kennt sie nicht, die Lieder Azzuro, Volare, L´aurora, Marina.... und all´die anderen schönen Kompositionen, die uns den Sommer ins Gefühl und die Herzen bringt. Die Gäste im Residenzrestaurant freuten sich über den kulinarischen und musikalischen Ausflug nach Italien – es war echt ein serata romantica-italiana – ein romantisch-italienischer Abend.

   Italienischer Abend2   Italienischer Abend3

 

 

     Italienischer Abend

 

 12. Juni 2017


Elfriede Irmer ist einhundert Jahre alt

Die gebürtige Eisenacherin wohnt schon fast dreißig Jahre in der Residenz Humboldthöhe

Im letzten Monat konnte in der Residenz Humboldthöhe ein ganz außergewöhnliches Fest gefeiert werden: Elfriede Irmer feierte ihren einhundersten Geburtstag. Damit ist sie eine von drei Personen in der Verbandsgemeinde, die dieses Jahr ihren einhundersten Geburtstag feiern konnten oder feiern werden.

Die Gratulantenschar war natürlich groß. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Fred Pretz, der Bürgermeister der Stadt, Gerd Jung, Gisela Kanter von der Bewohnervertretung und natürlich ganz viele Mitarbeiter und Mitarberinnen der Residenz Humboldthöhe. Auf das herzlichste gratulierte der Residenz-Geschäftsführer Rainer Welsch. „Sie, liebe Frau Irmer, sind nicht nur eine der ältesten Bewohnerinnen unserer Residenz, sondern auch jemand, die schon sehr lange hier wohnt – nächstes Jahr sind es dreißig Jahre – und darauf sind wir stolz!“

Ausbildung zur Modezeichnerin und Arbeit in Berlin

Zum gratulieren kam natürlich auch Verwandtschaft. Klaus-Peter Lorenz ist Sohn von einer Schwester Friedel Irmer´s. Er skizzierte den Lebenslauf seiner Tante. 1917 im thüringischen Eisenach geboren, ging sie nach Abschluss der Schule und einer Zeichenschule als junge Frau nach Berlin. Dort absolvierte sie eine Ausbildung zur Modezeichnerin. Ihre Begabung führte dazu, dass sie 1938/1939 in einem Berufswettkampf sogar „Gausiegerin“ wurde - da war sie grade mal Anfang Zwanzig. Eine weitere wichtige Berufsstation war Nancy in Frankreich. Friedel Irmer entschloss zu einer beruflichen Neuorientierung und lernte in Perfektion Stenographie und Schreibmaschine. Schließlich arbeitete sie bei einer Behörde in Bad Homburg und lernte dort ihren Mann kennen. 1955 heiratete sie.

Fast dreißig Jahre Bewohnerin der Residenz Humboldthöhe

1988 zog sie in die Residenz Humboldthöhe. Klaus-Peter Lorenz: „Friedel, Du warst und bist immer ein Vorbild für uns in Bezug auf Mut, Entschlossenheit und Selbstständigkeit.“

Was schenkt man zum einhundersten Geburtstag ? Das fragte sich auch Heidemarie Lorenz, die Ehefrau von Klaus-Peter. Mit freundlichen und sich reimenden Worten stellte sie schmunzelnd fest, dass das gar nicht so einfach ist. Sie fand einige Geschenkbeispiele doch in einem wiederkehrenden Satz stellte sie fest: Das hast Du schon oder das brauchst Du nicht ! „Friedel, du bist beliebt. Das liegt in Deinem Charakter begründet. Auch in schwierigen Situationen hast Du Humor und Stärke bewiesen.“ Sichtlich erfreut und mit einem wirklich fröhlichem Lachen dankte Elfriede Irmer allen Gästen und Gratulanten.

 

Frau Irmer 100. Geb 

 

 

Frau Irmer 100. Geb 2

 

 

 

05. Mai 2017


„Haben wir einen freien Willen?“ Philosophisches Café in der Residenz Humboldthöhe

Nach dem überaus erfolgreichen ersten Philosophischen Café im März folgt nun das nächste Thema. Haben wir einen freien Willen? Über diese spannende Frage wurde und wird in der Philosophie, aber nicht nur dort, schon lange diskutiert. Sind unser Handeln und Denken vorbestimmt? Hängt die Definition von "Willensfreiheit" von den Ergebnissen der neurologischen Forschung ab? Wie sehen  die alternativen  Denkmodelle dazu aus? Was denken Sie? Wie ist Ihre Meinung dazu? Was sagt der Bonner Philosoph Markus Melchers darüber?

Am Dienstag, 25. April um 15:30 Uhr wird in der Residenz Humboldthöhe ausgiebig und für jedermann verständlich darüber diskutiert. Egal, ob Sie aktiv mitreden oder „nur“ zuhören, lohnenswert und interessant ist es auf jeden Fall. Ab 14:30 Uhr kann sich im Restaurant bereits mit Kaffee und frischen Waffeln auf den anregenden Nachmittag eingestimmt werden. Vallendarer Bürger können selbstverständlich den kostenfreien Shuttleservice zur Humboldthöhe nutzen.

Alle Termine und Themen für das erste Halbjahr:

24.05.2017          Europa – was ist das?

27.06.2017          Gelassenheit

 

Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen erteilt Ihnen Dagmar Hett unter der Telefonnummer 0261 – 64030.

 

14. April 2017


 

Residenz Humboldthöhe – Karnevalssitzung vom Allerfeinsten 

Dieses Jahr fand in der Residenz Humboldthöhe wieder die traditionelle Karnevalssitzung statt. Sitzungspräsidentin Dagmar Hett hatte das karnevalistische Zepter fest in der Hand. Unter ihrem Vorsitz bildeten Abgeordnete der Großen Karnevalsgesellschaft „Die Bemoosten 1842 e.V“, der Karnevalsverein „Ewig Jung“ und die Möhnen der „Fidelen Frauen“ den Elferrat, mit dabei natürlich der Residenzgeschäftsführer Rainer Welsch. In einem dreistündigen Programm wurden alle karnevalistischen Register gezogen. Elferrat Einmarsch mit kräftigem Helau, lustige und gekonnte Vorträge von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Residenz und, erstmalig, von einer Bewohnerin. Super Sketche unterhielten auf das Beste.

Bunte Kostüme - geschminkte Gesichter - ausgelassene Stimmung

Der überzeugte Karnevalsjeck macht das Beste aus der Situation. Ist er nicht mehr so gut zu Fuß, übt er für die Humboldthöhensitzung einen rhythmischen Sitztanz ein, mit kostümierten Beinen versteht sich. Da heißt es die Bewegungen zu koordinieren – vorzüglich präsentiert. Und der Rheinländer wird in der Tat ein karnevalistisches Gen haben. Wer jahrzehntelang die fünfte Jahreszeit mit Freude erlebte, macht davor auch im Alter nicht halt. Bunte Kostüme, geschminkte Gesichter, echte ausgelassene Stimmung – das ist Karneval vom Allerfeinsten. Und wer meint, Senioren würden nur sitzen, der hätte mal die Polonaise erleben sollen. Da ging oder rollte man mehrere Lieder lang durch das Restaurant der Residenz, das ganz fantastisch geschmückt war.

Karnevalistische Majestäten

Selbstverständlich ließen es sich die karnevalistischen Tollitäten Prinz Etienne I. aus dem Hause Faure und ihre Lieblichkeit Prinzessin Luana I. aus dem Hause Gilles nicht nehmen, ihre Aufwartung zu machen. Sie brachten zur Verstärkung aus ihrem Hofstaat Funkenmariechen Julie Faure und Musketier John Best mit. Doch der Höhepunkt einer jeden Karnevalssitzung ist der Funkentanz. Die mittlere Garde der Bemoosten zeigten ihr Können – super gemacht. Mit langem kräftigem Applaus wurden sie verabschiedet.

 

Veranstaltungsmanagerin Dagmar Hett dankte alle Beteiligten für das bunte Programm in der Residenz mit einem dreifachen Helau und alle Närrinen und Narrhalesen stimmten mit ein.

 

Karneval 17 006       Unbenannt

 21. Februar 2017


 

Residenz Humboldthöhe ehrt ehrenamtliche Mitarbeiter mit festlichem Abendessen

Vallendar. Wenn jemand für andere etwas Gutes tut, sagt man gerne Dankeschön. Rainer Welsch, Geschäftsführer der Residenz Humboldthöhe, wollte es nicht nur bei einem einfachen Dankeschön belassen. Deswegen lud er mit seinem Team mehr als drei Dutzend ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem festlichen Abendessen in die Residenz ein. Für ein angenehmes musikalisches Rahmenprogramm sorgte Pianist Andreas Arenz am Flügel.

„Ich kann vor Ihnen nur den Hut ziehen"

Rainer Welsch stellte bei seiner Begrüßung fest. „Ich kann vor Ihnen nur den Hut ziehen und möchte Ihnen von ganzem Herzen und im Namen aller Menschen dieses Hauses herzlich für alles danken.“

Vernetzung und Beauftragte für das Ehrenamt

Der Residenz Humboldthöhe ist ehrenamtliche Arbeit so wichtig, dass sie sogar eine hauptamtliche Kraft zur Förderung und Koordination des Ehrenamtes eingestellt hat. Hannah Steffens hat diese Aufgabe übernommen. Auch sie begrüßte die Gäste und dankte auf das Herzlichste für deren Engagement. Ausdrücklich rief Hannah Steffens dazu auf, Ideen und Wünsche aller Art einzubringen

Ein breites ehrenamtliches Spektrum

Dagmar Hett, zuständig für Veranstaltungsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit, nahm sich richtig Zeit und stellte jeden Mitarbeiter mit Namen vor und skizzierte ihre bzw. seine ehrenamtliche Tätigkeit für die Humboldthöhe. Der Besucher staunt, was da ehrenamtlich alles Gutes getan wird: Mitarbeit in der Bewohnervertretung, Küster- und Organistendienst, Singkreis, Spielenachmittage, Handarbeits- und Malgruppen, Bingoveranstaltungen, Herrenstammtisch und Filmnachmittage mit eigenen Reiseberichten. Daneben sind im Angebot Computerkurse und es wird auch mal der Hund ausgeführt. Ebenso unverzichtbar sind Hol- und Bringedienste zu Veranstaltungen und Gottesdiensten sowie die unendlich wertvolle Arbeit der Besuchsdienste im Pflegedomizil und der Hospizarbeit.

Unterschiedliche Motivation hilft vielen

Die Motivation dieses ehrenamtlichen Engagements erstaunt. Die Gründe sind unterschiedlich, so die Helferinnen und Helfer. Einmal wolle man weitergeben, was man kann und gelernt hat. Durch Aktivitäten im Alter bliebe man außerdem geistig fit. Manche wollen etwas verbessern, andere eine sinnvolle Aufgabe erfüllen, wiederum andere aus Dankbarkeit etwas zurückgeben.

„Wir können immer Hilfe gebrauchen“

Für die Seniorenresidenz Humboldthöhe, ihre Bewohner und ihre Mitarbeiter ist die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter unersetzlich. Das Team von Rainer Welsch, Dagmar Hett und Hannah Steffens haben sich zur Aufgabe gemacht, dass sich die freiwilligen Mitarbeiter im Haus wohl fühlen. Sie freuen sich über jedes Engagement, aus dem Haus und von außerhalb. „Wir können immer Hilfe gebrauchen“, so Dagmar Hett.

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Ohrenschmaus für Senioren und Besucher

Residenz Humboldthöhe lud zur Generalprobe von „Jugend musiziert“ ein

Vallendar. Am letzten Samstag fand in der Residenz Humboldthöhe ein ganz besonderes musikalisches Ereignis statt. Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule führten ihre Generalprobe für den landesweiten Wettbewerb „Jugend musiziert“ in der Residenz durch. Der Wettbewerb findet eine Woche später im Schloss Engers statt. Das Publikumsinteresse war groß. Zusätzliche Stühle mussten herbeigeschafft werden – ausverkauftes Haus sozusagen.

Durch das vielfältige und anspruchsvolle Programm führte Dr. Monika Burzik, die Leiterin der Bildungseinrichtung. Zwölf junge Musikerinnen und Musiker boten ein wirklich erstklassiges Musikerleben. Da staunten die Konzertbesucher nicht schlecht und Eltern und Großeltern konnten richtig stolz auf ihre Kinder und Enkel sein. Zum Einsatz kamen Klavier, Querflöte und Blockflöten – mal spielten die jungen Künstler solo, mal in unterschiedlich besetzten Ensembles. Sowohl Anfänger als auch fortgeschrittetene Talente zeigten ihr Können.

Große Talente - vielfältig und anspruchsvoll.

Man muss kein großer Musikkenner sein, um staunend festzustellen: Hier stehen, besonders bei den fortgeschrittenen Schülern, richtig große Talente auf der Bühne. Die Melodien stammten aus verschiedenen musikalischen Epochen und kamen mal beschwingt und fröhlich, mal melancholisch und tragend, mal träumerisch und charmant umschmeichelnd an das Ohr der Konzertbesucher und erreichte sicherlich ebenso das eine und andere Herz. Mit langem, kräftigem Applaus und nur den besten Wünschen für den bevorstehenden Wettbewerb dankten die Konzertgäste. Dagmar Hett von der Residenz Humboldthöhe, stellte jeden Musiker namentlich vor und überreichte ein kleines Geschenk als Dankeschön für diesen außergewöhnlichen Musikgenuss.

Es spielten: Jakob Weiler (Klavier), Nadja Rösch, Devi Atapattuge, Lina Hambach (Querflötentrio), Matthias Dang (Klavier) Nicolas Rösch (Klavier), Paula Krause (Querflöte), Annika Jünger, Carla Just, Tilman Rauh, Anna-Lena Schäfer (Blockflötenensemble). Die beteiligten Lehrkräfte waren: Sylvia Mel-André (Klavier und Querflöte), Harald Meyer (Klavier), Mona Raab (Blockflöte), Wolfram Strehle (Klavier)

26. Januar 2017


 

Bewohnervertretungen und der Seniorenbeirat der Stadt Vallendar tagten in der Seniorenresidenz Humboldthöhe

Zum 13. Juni 2016 hatte die Geschäftsführung der Seniorenresidenz Humboldthöhe sowie deren Bewohnervertretungen zur gemeinsamen Sitzung der beiden Bewohnervertretungen, der Bewohnervertretung des Seniorenheims St. Josef und dem Seniorenbeirat der Stadt Vallendar eingeladen.

Geschäftsführer Rainer Welsch begrüßte die Gäste und lud für den Anschluss der Sitzung zu Kaffee und Kuchen und einem Glas Sekt ein. Zu den weiteren Gästen zählten Herr Jung, Stadtbürgermeister von Vallendar und Herr Kirch vom Kreisseniorenbeirat.

Als Vorsitzende der Bewohnervertretung Betreutes Wohnen führte Gisela Kanter durch die umfangreiche Sitzungsagenda.

Die Tagesordnungspunkte umfassten Themen zur städtischen Infrastruktur, medizinischen Versorgung, zur Situation des Einzelhandels als auch zu Themen des sozialen Miteinanders. Gerade die medizinische Versorgung durch einen HNO-Arzt und einen Augenarzt wurde intensiv besprochen. Alle Teilnehmer sprachen sich für eine Ansiedlung entsprechender Ärzte aus. Gerne hätten die Teilnehmer wieder einen Drogeriemarkt in Vallendar und die Verbesserung der Straßeneinmündung Goethestr./Westerwaldstraße. Alle Anliegen nahm Herr Jung zur Kenntnis und versprach, sich für die Lösung – soweit möglich - einzusetzen. Einige Gespräche mit potenziellen Anbietern hätten bereits stattgefunden, ohne dass es aber zu einer abschließenden Vereinbarung gekommen sei.

Alle Teilnehmer schätzten die Gelegenheit, sich auszutauschen und haben für den Herbst bereits einen weiteren Sitzungstermin festgelegt.

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Seniorenresidenz Humboldthöhe ehrt Ehrenamtliche

 Am 29. April 2016 hatte die Geschäftsführung der Seniorenresidenz Humboldthöhe Ehrenamtler aus dem Vallendarer Umkreis und Senioren aus dem eigenen Haus   eingeladen.

In feierlicher Runde dankte Geschäftsführer Rainer Welsch den Senioren mit einem Gala-Dinner und einer Ehrenurkunde für ihr ehrenamtliches Engagement.

In seiner Dankesrede würdigte er die Senioren, die zum Wohle aller beitragen, dabei aber auch sich selbst Gutes tun. Die unterschiedlichen Aktivitäten reichen von regelmäßigen Besuchsdiensten über das Leiten von Kursen bis zur Mitarbeit in der Bewohnervertretung.

Bei musikalischer Begleitung und wohlschmeckendem Essen nutzten die Gäste die Gelegenheit, sich auszutauschen und den gemeinsamen Abend zu genießen.

 

Ehrenamtsessen Bild 1          Ehrenamtsessen Bild 2

 


 

In der Sporthalle der Karl-Fries-Realschule in Bendorf fand am 30.01.2014 die zweite Ausbildungsmesse statt.

 

Ausbildungsmesse Bendorf am 30 01 2014

Dies war eine gute Gelegenheit den interessierten jungen Menschen den Altenpflegeberuf näher zu bringen. Neben dem Angebot an umfangreichen und detailierten Informationsunterlagen standen die Mitarbeiterinnen Rede und Anwort für die vielfältigen Fragen. Besonders die frisch gebackenen Waffeln fanden einen reißenden Absatz.

 


 

 

 

Wir unterstützen den Stadtfeuerwehrverband Koblenz e.V.

 

Stadtfeuerwehrverband Spende verkleinert

 

 


 

 

 

Residenz Humboldthöhe – Karnevalssitzung vom Allerfeinsten

Vallendar. Vergangene Woche fand in der Residenz Humboldthöhe die traditionelle Karnevalssitzung statt. Sitzungspräsidentin Dagmar Hett hatte das karnevalistische Zepter fest in der Hand. Unter ihrem Vorsitz bildeten Abgeordnete der Großen Karnevalsgesellschaft „Die Bemoosten 1842 e.V“, der Karnevalsverein „Ewig Jung“ und die Möhnen der „Fidelen Frauen“ den Elferrat, mit dabei natürlich der Residenzgeschäftsführer Rainer Welsch.

In einem dreistündigen Programm wurden alle karnevalistischen Register gezogen. Elferateinmarsch mit kräftigem Helau, lustige und gekonnte Vorträge von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Residenz und, erstmalig, von einer Bewohnerin. Super Sketche unterhielten auf das Beste.

Bunte Kostüme - geschminkte Gesichter - ausgelassene Stimmung

Der überzeugte Karnevalsjeck macht das Beste aus der Situation. Ist er nicht mehr so gut zu Fuß, übt er für die Humboldthöhensitzung einen rhythmischen Sitztanz ein, mit kostümierten Beinen versteht sich. Da heißt es die Bewegungen zu koordinieren – vorzüglich präsentiert. Und der Rheinländer wird in der Tat ein karnevalistisches Gen haben. Wer jahrzehntelang die fünfte Jahreszeit mit Freude erlebte, macht davor auch im Alter nicht halt. Bunte Kostüme, geschminkte Gesichter, echte ausgelassene Stimmung – das ist Karneval vom Allerfeinsten. Und wer meint, Senioren würden nur sitzen, der hätte mal die Polonaise erleben sollen. Da ging oder rollte man mehrere Lieder lang durch das Restaurant der Residenz, das ganz fantastisch geschmückt war.

Karnevalistische Majestäten

Selbstverständlich ließen es sich die karnevalistischen Tollitäten Prinz Etienne I. aus dem Hause Faure und ihre Lieblichkeit Prinzessin Luana I. aus dem Hause Gilles nicht nehmen, ihre Aufwartung zu machen. Sie brachten zur Verstärkung aus ihrem Hofstaat Funkenmariechen Julie Faure und Musketier John Best mit. Doch der Höhepunkt einer jeden Karnevalssitzung ist der Funkentanz. Die mittlere Garde der Bemoosten zeigten ihr Können – super gemacht. Mit langem kräftigem Applaus wurden sie verabschiedet.

Veranstaltungsmanagerin Dagmar Hett dankte alle Beteiligten für das bunte Programm in der Residenz mit einem dreifachen Helau und alle Närrinen und Narrhalesen stimmten mit ein.